Frischzellenkur

Der nächste Frühling kommt bestimmt.
JETZT! – Radikal ausmisten.

7.15 Uhr, der Wecker läutet. Noch nicht wirklich ausgeschlafen, aber so etwas wie munter, finde ich blind den Weg ins Bad. Die Hände unters kalte Wasser gehalten, fühle ich mich genau in diesem Moment erst so richtig wach – angekommen im Moment.

So starte ich, mit wenigen Ausnahmen, in den Tag. In den Montag gleich wie in den Dienstag, den Mittwoch ebenso wie den Donnerstag und den Freitag.  Das habe ich mir so angewöhnt.

Gewohnheiten sind etwas Feines.
Unserem Gehirn ersparen sie ein Zuviel an Denkleistung, denn wir üben sie regelmäßig, ohne viel darüber nachzudenken aus. Grundlegende Verhaltensweisen werden nicht mehr hinterfragt. Gewohnheiten navigieren uns durchs Leben. Deshalb finde ich meinen Weg ins Bad blind. Je mehr im Gehirn unter Routine laufen kann, desto mehr mentale Energie steht für anderes zur Verfügung.

„Yeah!“

Ohne Routine wäre unser Gehirn von den wiederkehrenden Details des Alltags überfordert. Bekannte Abläufe und Muster geben uns ein Gefühl der Sicherheit. Nach dem Motto: das war schon gestern so und wird auch morgen so gehalten. Gewohnheiten sorgen für wohltuende Kontinuität im Strom des Lebens.

Der Medaille Kehrseite:
Unser Gehirn kann nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheiden. Es weiß nicht, ob uns eine Gepflogenheit gut tut oder uns eine Tradition blockiert. Dieser überholten, mitunter schlechten Gewohnheiten müssen wir uns schon selbst bewusst werden.  Aber mal ehrlich: irgendwie wissen wir schon, so ganz intuitiv – aus dem Bauch heraus – was uns wirklich gut tut und was nicht. 😉

Jedoch hat sich ein Verhalten erst mal manifestiert, ist es schwer, das von heute auf morgen zu ändern.  Dafür müssen wir nicht nur Willensstärke: „Ja, ich will“, aufbringen, sondern uns die Veränderung auch zutrauen: „Ich kann das!“ und zuweilen auch „Ich darf das!“

Leichter wird das Ganze mit Neugier und Spontanität. Die Belohnung für das freudige Staunen lässt nicht lange auf sich warten: wachsende Flexibilität, nicht nur im Denken. Unser Blick weitet sich, wir sehen Alternativen, spüren neue Möglichkeiten auf und nehmen gerne auch mal neue Wege.

„Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?“

In diesem Sinne ist ein nahender Frühjahrsputz – der nächste Frühling kommt bestimmt  – genau richtig, um Überholtem den Garaus zu machen! Was bleibt und was darf gehen? Welche Gewohnheiten erleichtern Dir Deinen Alltag, welche Rituale sind verstaubt und halten Dich vom Wesentlichen ab?  …und wie sieht es da eigentlich mit Deiner Sprache aus?

Die Frischzellenkur für dein Haus, aus deiner Sprache gebaut. Wie das geht?
Indem Du da und dort Deine Wortwahl verfeinerst, Deine Aussprache polierst, Deine Füllwörter ausmistest, abgelutschte Phrasen vernichtest, ausgelatschte Floskeln entsorgst und negativen Sprachmustern eine positive Politur verpasst.

Dafür da und dort  souveräne Pausen hältst, klare Worte findest und Dir einen firschen Atem gönnst. Genau. „Frischer Wind statt heißer Luft“ – lautet die Devise.

 

Wenn Du Dir dafür Tipps holen möchtest – ich freue mich, Dich bei Deiner Frischzellenkur zu unterstützen!